Nabwendo/Uganda

Judith Böker

Stellen Sie sich vor Sie haben über einen längeren Zeitraum ein gewisses Thema, das auf verschiedene Art und Weise immer wiederkehrt und Sie irgendwie nicht in Ruhe lässt...so war es bei mir mit dem Thema Mission. Schon ganz früh hatte ich den Gedanken in Afrika zu arbeiten, habe ihn aber damals nicht weiter verfolgt. Doch in letzter Zeit gab es immer wieder Impulse und Situationen dieses Thema wieder aufzunehmen. Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis ich wusste wie und wo Gott mich gebrauchen will, aber im Nachhinein habe ich diese Zeit ganz bewusst als Gottes Führung gesehen.

Und so kommt es, dass ich im Mai 2009 für 1 Jahr als Krankenschwester nach Uganda/Ostafrika gehe, um dort in Nabwendo auf der Dispensary (Dorfgesundheitsstation) als Krankenschwester zu arbeiten.

Welche Organisation und Motivation steckt dahinter?

Das Deutsche Missionsärzte-Team (DMÄT) ist eine Gruppe von Christen aus medizinischen Berufen, die bereit sind, Gott in der weltweiten Mission zu dienen. Sie verstehen sich als eine verbindliche Gemeinschaft auf Zeit, möchten Menschen in körperlicher und seelischer Not helfen und sie mit Jesus Christus bekannt machen. Die Anfragen der einheimischen Bevölkerung bestätigten den Auftrag und seine Notwendigkeit.

Das DMÄT ist ein eingetragener Verein und versteht sich als sozial und diakonisch tätige Missionsgesellschaft und dient ausschließlich und unmittelbar mildtätigen Zwecken. Die gesamte Arbeit wird durch Spenden getragen. Es wird von einem ehrenamtlichen Leitungskreis geleitet, eine überkonfessionelle Gruppe von bekennenden Christen, die vorwiegend aus medizinischen Berufen kommen. Die Arbeit in Afrika hat ihren Ursprung in der Dankbarkeit Gott gegenüber!

Liebe weitergeben – Jesus verkündigen – Heilung erfahrbar machen – Dienen lernen sind das Fundament der Arbeit.

 

Nabwendo/Uganda

Konkretes zu dem Einsatz vor Ort: Nabwendo

Nabwendo liegt ca. 90 Kilometer nord-westlich der Hauptstadt Kampala, auf einem Plateau in ungefähr 1600 Metern Höhe. Von dort hat man einen unglaublichen Ausblick auf die Ebene, die sich bis zum Lake Victoria erstreckt. Es ist von sanften Hügeln, einigen Felsen und Sümpfen umgeben.
Nabwendo selbst ist das kleine Handelszentrum mit lediglich 15 Häusern des weit verstreuten Dorfes. Die Hütten stehen, wie in Uganda üblich, sehr weit auseinander, da jeder seinen Platz für einen Garten braucht. Die Bevölkerung lebt ausschließlich von dem, was sie in ihren Gärten anbauen können. Davon wird der tägliche Bedarf gedeckt und jeder versucht noch etwas zu verkaufen um auf diesem Wege etwas Geld zu verdienen.

Der Mittelpunkt des Dorfes wird gebildet von einer kleinen Polizeistation, einer Hand voll Geschäften und einigen anderen Häusern. Etwas erhöht steht die Kirche und die dazu gehörige Grundschule mit 1000 Schülern. Im Einzugsgebiet von Nabwendo sind ca. 15.000 Menschen beheimatet, die auf einen Umkreis von bis zu 25 km verteilt wohnen.

Die Dispensary in Nabwendo, Uganda, wurde 1993 auf Einladung des damaligen Pastors der Church of Uganda errichtet. Durch ihre Initiative wurde das Gebäude errichtet, in dem sich die Dorfgesundheitsstation bis heute befindet. Die Dorfbewohner bauten mit eigenen Kräften und der Hilfe des DMÄT das Gebäude mit seinen fünf Räumen. In den letzten Jahren wurde vor allem die Arbeit außerhalb der Dorfgesundheitsstation vorangetrieben. Es gibt inzwischen sechs Orte, in denen z.B. Impfeinsätze durchgeführt werden. Ein großer Teil der Arbeit ist mittlerweile auch die HIV / Aids-Arbeit, da die Aids-Rate im Land nach wie vor groß ist. Daneben gibt es spezielle, teilweise mobile, Sprechstunden für Tuberkulose, Epilepsie und Augenheilkunde. 2003 wurde vom DMÄT eine Entbindungsstation gebaut, in der seither neben Entbindungen die komplette geburtshilfliche Vor- und Nachsorge angeboten wird. Außerdem liegt ein Schwerpunkt auf Seminaren zum Thema Familienplanung.

Dispensary

Warum das alles an dieser Stelle?

Die Matthäusgemeinde wird meinen Einsatz vor Ort mittragen und z.B. durch Kollekten auch finanziell unterstützen. Ich bin sehr dankbar dafür, denn es ist mir wichtig, das alles nicht auf eigene Initiative zu machen, sondern eine betende Gemeinde hinter mir zu haben, denn – und so habe ich es in der letzten Zeit erfahren:

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Sprüche 3,5-6.

Judith Böker
(Spendenkonto: DMÄT – Commerzbank Kreuztal – BLZ 460 400 33 –
Kontonummer: 87 88 788 – Vermerk: Judith Böker)